Bindegarn gehörte seit
1914 aus der eigenen Bindegarnspinnerei zum
Programm der IH Neuss. Als 1922 die
Binderfertigung begann, erweiterte man die
Produktpalette auch um Bindertücher für die
Elevatoren der Binder. Während des 2.
Weltkrieges und der einhergehenden Knappheit an
Sisal experimentierte man in Neuss mit gewachsten
Papierschnüren als Ersatz, allerdings mit wenig
Erfolg. Mit dem Aufkommen der Mähdrescher in den
1950er Jahren, die das Binden von Garben
überflüssig machte, sank auch der Verbauch von
Bindegarn- und tüchern rapide. 1954 wurde die
Neusser Bindegarnspinnerei geschlossen und
umgebaut.